1. Kein Notar — wer stattdessen was macht
Der größte Strukturunterschied zuerst: In den USA gibt es keinen Notar, der den Kaufvertrag entwirft, beurkundet und das Grundbuch führt. Seine Aufgaben verteilen sich auf eingespielte Rollen: Die Title Company prüft die Eigentumskette, versichert sie (Title Insurance) und wickelt den Abschluss über ein Treuhandkonto (Escrow) ab. Ihr Buyer’s Agent — Ihre Maklerin — führt die gesamte Transaktion. Ohio ist dabei ein „Title-Company-State“: Ein Anwalt ist für das Closing nicht vorgeschrieben.
Verwirrend für deutsche Ohren: Amerika hat rund 3 Millionen „Notaries Public“ — die haben mit unserem Notar nichts gemein. Sie bezeugen lediglich Unterschriften und tragen keinerlei rechtliche Verantwortung für den Kauf. Den Schutz, den Sie vom Notar kennen, leisten hier Title Insurance und Escrow.
Und eine kleine gute Nachricht am Rande: Anders als in Deutschland wird das Haus mit Küche verkauft. Ausbauen und mitnehmen ist nicht üblich.